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Die "Protokolle der Weisen von Zion". Eine antisemitische Fiktion

Mythos "Die Protokolle der Weisen von Zion"

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Über diesen Inhalt

Eine kleine Gruppe mächtiger Juden beherrscht die Welt und lässt sich ausgerechnet bei ihrem großen Geheimplantreffen belauschen? Das ist natürlich frei erfunden! Die Geschichte ging jedoch als „Protokolle der Weisen von Zion“ um die Welt.

Die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ sind eine der wichtigsten Grundlagen moderner Verschwörungserzählungen, manche nennen sie gar die Mutter aller Verschwörungstheorien. Und das Wichtigste zuerst: sie sind reine Fiktion. 

Ihre Entstehungsgeschichte ist nicht vollständig gesichert. Manche Historiker*innen verweisen auf Buchauszüge des ultrakonservativen preußischen Journalisten Hermann Goedsche aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die einige Ähnlichkeit mit den späteren Protokollen hatten. Doch erstmals unter dem Namen Protokolle der Weisen von Zion erschien ein Text höchstwahrscheinlich im zaristischen Russland Ende der 1890er Jahre. Vermutlich vom russischen Geheimdienst erstellt, um reformorientierte politische Gegenspieler in Misskredit zu bringen, indem man sie mit einer angeblichen jüdischen Verschwörung in Verbindung brachte. Viel bedeutender jedoch als ihre genaue Entstehung, ist die Wirkung, die die Protokolle entfalteten. 

Denn die Erzählung einer angeblichen Verschwörung mächtiger Juden, die die Welt regieren würden, blieb nicht lange auf Russland beschränkt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand sie ihren Weg Richtung Westen und verbreitete sich schnell in ganz Europa, dann auch nach Nordamerika, den Nahen Osten und bald über die gesamte Welt. 

Doch was steht eigentlich drin?

In den Protokollen findet sich eine Art Best-of der antisemitischen Verschwörungserzählungen der Zeit. Geschrieben aus der Perspektive eines heimlichen Beobachters, wird ein fiktives Treffen einflussreicher Juden aus ganz Europa auf einem nächtlichen Friedhof beschrieben. Den Leser*innen wird so der Eindruck vermittelt, sie würden nun Geheimwissen erfahren, das nie für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen wäre. Dieses Gefühl des eingeweiht Seins ist bis heute typisch für Verschwörungserzählungen jeder Art. In der Besprechung soll es dann angeblich um den Stand der Weltherrschaftspläne gehen. So hätten die Juden sowohl die Demokratie herbeigeführt als auch die Liberalisierung der europäischen Gesellschaften verursacht. Nun würden sie die demokratischen Regierungen ebenso kontrollieren wie die Presse und das Finanzwesen. 

Kurzum: Alles, was regressive Kräfte Anfang des 20. Jahrhunderts ablehnten, die Entwicklungen der Moderne, wurde als Trick einer jüdischen Verschwörung beschrieben, die damit die Welt unterjochen wollte. So wurde das zu der Zeit gängige und gar salonfähige Ressentiment gegen Juden verbunden mit der politischen Agenda, die Errungenschaften des bürgerlich-demokratischen Zeitalters zu diskreditieren. 

In Deutschland wurden die Protokolle in den 1920er Jahren populär und fanden eine breite Leser*innenschaft, wurden immer wieder neu aufgelegt. Und obwohl sie schon früh als Fälschung enttarnt wurden, tat das ihrer Beliebtheit keinen Abbruch. So schrieb Adolf Hitler in „Mein Kampf“, dass die Protokolle gefälscht seien, mache sie nicht weniger wahr. Daran änderte auch ein Gerichtsprozess im schweizerischen Bern von 1933 bis 1935 nichts, in dem die Protokolle zweifelsfrei als Plagiat und „Schundliteratur“ benannt wurden. Hier zeigt sich ein Wesenszug des modernen Antisemitismus, der seine Bekämpfung bis heute erschwert: er ist vollkommen faktenresistent. Das Weltbild der Antisemit*innen schult sich nicht an der Realität, es ordnet alles, was es in der Realität wahrnimmt dem antisemitischen Weltbild unter. So war es für Hitler völlig klar, das stimmen musste, was er sich ohnehin schon immer über die Juden dachte und in den Protokollen bestätigt sah. Für Zweifel oder die Wahrheit ist in einem solchen von Gefühlen bestimmten Weltbild kein Platz, weshalb das logische Argument kaum gegen den Verschwörungsglauben ankommt.

Der Antisemitismus ist eine Welterklärungsideologie, alles kann und wird über die antisemitische Deutung erklärt. Und die Protokolle liefern eine Erklärung der jüngeren Weltgeschichte, die genau in das antisemitische Weltbild passt: nämlich, dass alles, was einen in der Moderne irgendwie verunsichert, die Schuld der Juden ist, damit sie die Weltherrschaft erlangen können. Diesem angeblichen Weltjudentum entgegenzutreten, es zu vernichten, war das politische Programm des Nationalsozialismus und es endete in der Shoah. 

Doch nach 1945 war die Wirkungsgeschichte der Protokolle noch längst nicht beendet. Dank englischer und arabischer Übersetzungen hatte sich der Mythos über die gesamte Welt verbreitet und lieferte die Grundlage für immer neue Verschwörungserzählungen. So gehen Erzählungen wie die der New World Order (NWO) oder des Great Reset auf die Protokolle zurück. Doch auch die Protokolle selbst sind leider nicht aus der Mode gekommen. Gerade in der arabischen Welt werden sie immer wieder durch Gruppen wie die islamistische Muslimbruderschaft oder das iranische Regime verbreitet. In der Charta der islamistischen Terrororganisation Hamas werden die Protokolle gar als direkt erwähnt und als Begründung für die antisemitische Ausrichtung der Gruppierung herangezogen. Und auch in Deutschland gelten sie weiten Teilen der extremen Rechten nach wie vor als eines der Schlüsselwerke ihrer antisemitischen Weltsicht. Immer wieder seht man auf Demonstrationen auch Schilder oder Motivshirts, die auf die Protokolle verweisen. 

Während der Coronapandemie erlebten die Protokolle dann auch über die organisierte extreme Rechte hinaus ein Revival bei den „Corona-Demos“. Diese waren zwar vordergründig gegen die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung ausgerichtet, de facto aber ein Sammelbecken antidemokratischer Ansichten, bei den Verschwörungsideologie eine entscheidende Rolle spielte. Und so wurden auch die Protokolle der Weisen von Zion als angeblicher Beleg für die dunklen Machenschaften einer jüdischen Geheimelite „wiederentdeckt“. 

Diese antisemitische Schrift ist also auch über hundert Jahre nach ihrem Erscheinen nicht aus der Welt geschafft. Im Gegenteil: sie befeuert Verschwörungsglauben immer weiter und wird in immer neue Erzählungen eingebunden. 

 

Zum Weiterlesen:

Benjamin Segel: Die Protokolle der Weisen von Zion kritisch beleuchtet. Eine Erledigung. Herausgegeben von Franziska Krah, 2. Aufl. 2021, ça ira Verlag.

Wolfgang Benz: Die Protokolle der Weisen von Zion. Die Legende von der jüdischen Weltverschwörung, 4. Aufl. 2023, C.H. Beck Wissen.

Markus C. Schulte von Drach für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Über die „Protokolle der Weisen von Zion“

Christopher Egenberger für die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb): Die Protokolle der Weisen von Zion
 

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"Die Protokolle der Weisen von Zion". Über eine antisemitische Fälschung und ihren Siegeszug um die Welt
Der Ursprung: Erstmals erschienen die Protokolle unter diesem Namen im späten 19. Jahrhundert in Russland, auch wenn sich Versatzstücke des Textes bis ins Preußen des mittleren 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen. In Russland wurden sie vermutlich vom Geheimdienst erstellt, um politische Gegenspieler zu diskreditieren, die Reformen im Land anstrebten.
Die Verbreitung: Von Russland aus gelangten die Protokolle zunächst nach Frankreich und verbreiteten sich von dort über weite Teile Europas. NS-Chefideologe Alfred Rosenberg gab 1923 eine deutsche Fassung heraus, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft Hassan al-Banna sorgte für eine Verbreitung in der arabischen Welt und der amerikanische Industrielle Henry Ford verbreitete eine englische Version über die ganze Welt.
Der Inhalt - Teil 1: In den Protokollen wird ein angebliches Geheimtreffen von Rabbinern beschrieben. Dabei würden sie über die Erlangung der Weltherrschaft sprechen, wie diese zu erreichen und später zu sichern sei. Dabei wird den Leser*innen der Eindruck vermittelt, als handle es sich um eine heimliche Mitschrift eines echten Treffens. Tatsächlich ist der gesamte Text reine Fiktion.
Der Inhalt - Teil 2: Thematisch umfassen die Protokolle die gesamte Bandbreite antisemitischer Verschwörungs-erzählungen ihrer Zeit. So sollen die Juden angeblich die Medien und die Finanzwirtschaft beherrschen. Aber auch für Demokratie, Kapitalismus und Kommunismus seien sie verantwortlich, ebenso wie für die meisten Kriege der Welt.
Wirkung damals: Die Protokolle waren die erste Populäre Zusammenfassung verschiedener antisemitischer Ressentiments verpackt in eine verschwörungsideologische Erzählung. Sie waren anschlussfähig an die antisemitischen Diskurse ihrer Zeit und so ist es kein Wunder, dass die Hetzschrift begeistert von rechten Kreisen aufgenommen und besonders von den Nationalsozialisten verbreitet wurde.
Wirkung heute: Noch heute berufen sich viele Antisemit*innen und Verschwörungsideolog*innen auf die Protokolle als wären sie echt. So z.B. die islamistische Hamas oder das Regime im Iran. Aber auch Rechtsextreme wie die Terroristen des sog. NSU berufen sich auf die verschwörungsideologischen Inhalte der Protokolle. All dies stellt auch heute noch eine große Gefahr für Juden und Jüdinnen weltweit dar.
Die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ sind eine antisemitische Fälschung.

Erstmals erschienen die Protokolle unter diesem Namen im späten 19. Jahrhundert in Russland, auch wenn sich Versatzstücke des Textes bis ins Preußen des mittleren 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen. In Russland wurden sie vermutlich vom Geheimdienst erstellt, um politische Gegenspieler zu diskreditieren, die Reformen im Land anstrebten.

Von Russland aus gelangten die Protokolle zunächst nach Frankreich und verbreiteten sich von dort über weite Teile Europas. NS-Chefideologe Alfred Rosenberg gab 1923 eine deutsche Fassung heraus, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft Hassan al-Banna sorgte für eine Verbreitung in der arabischen Welt und der amerikanische Industrielle Henry Ford verbreitete eine englische Version über die ganze Welt.

In den Protokollen wird ein angebliches Geheimtreffen von Rabbinern beschrieben. Dabei würden sie über die Erlangung der Weltherrschaft sprechen, wie diese zu erreichen und später zu sichern sei. Dabei wird den Leser*innen der Eindruck vermittelt, als handle es sich um eine heimliche Mitschrift eines echten Treffens. Tatsächlich ist der gesamte Text reine Fiktion.

Thematisch umfassen die Protokolle die gesamte Bandbreite antisemitischer Verschwörungs-erzählungen ihrer Zeit. So sollen die Juden angeblich die Medien und die Finanzwirtschaft beherrschen. Aber auch für Demokratie, Kapitalismus und Kommunismus seien sie verantwortlich, ebenso wie für die meisten Kriege der Welt.

Die Protokolle waren die erste Populäre Zusammenfassung verschiedener antisemitischer Ressentiments verpackt in eine verschwörungsideologische Erzählung. Sie waren anschlussfähig an die antisemitischen Diskurse ihrer Zeit und so ist es kein Wunder, dass die Hetzschrift begeistert von rechten Kreisen aufgenommen und besonders von den Nationalsozialisten verbreitet wurde.

Noch heute berufen sich viele Antisemit*innen und Verschwörungsideolog*innen auf die Protokolle als wären sie echt. So z.B. die islamistische Hamas oder das Regime im Iran. Aber auch Rechtsextreme wie die Terroristen des sog. NSU berufen sich auf die verschwörungsideologischen Inhalte der Protokolle. All dies stellt auch heute noch eine große Gefahr für Juden und Jüdinnen weltweit dar.
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Der Ursprung: Erstmals erschienen die Protokolle unter diesem Namen im späten 19. Jahrhundert in Russland, auch wenn sich Versatzstücke des Textes bis ins Preußen des mittleren 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen. In Russland wurden sie vermutlich vom Geheimdienst erstellt, um politische Gegenspieler zu diskreditieren, die Reformen im Land anstrebten.
Die Verbreitung: Von Russland aus gelangten die Protokolle zunächst nach Frankreich und verbreiteten sich von dort über weite Teile Europas. NS-Chefideologe Alfred Rosenberg gab 1923 eine deutsche Fassung heraus, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft Hassan al-Banna sorgte für eine Verbreitung in der arabischen Welt und der amerikanische Industrielle Henry Ford verbreitete eine englische Version über die ganze Welt.
Der Inhalt - Teil 1: In den Protokollen wird ein angebliches Geheimtreffen von Rabbinern beschrieben. Dabei würden sie über die Erlangung der Weltherrschaft sprechen, wie diese zu erreichen und später zu sichern sei. Dabei wird den Leser*innen der Eindruck vermittelt, als handle es sich um eine heimliche Mitschrift eines echten Treffens. Tatsächlich ist der gesamte Text reine Fiktion.
Der Inhalt - Teil 2: Thematisch umfassen die Protokolle die gesamte Bandbreite antisemitischer Verschwörungs-erzählungen ihrer Zeit. So sollen die Juden angeblich die Medien und die Finanzwirtschaft beherrschen. Aber auch für Demokratie, Kapitalismus und Kommunismus seien sie verantwortlich, ebenso wie für die meisten Kriege der Welt.
Wirkung damals: Die Protokolle waren die erste Populäre Zusammenfassung verschiedener antisemitischer Ressentiments verpackt in eine verschwörungsideologische Erzählung. Sie waren anschlussfähig an die antisemitischen Diskurse ihrer Zeit und so ist es kein Wunder, dass die Hetzschrift begeistert von rechten Kreisen aufgenommen und besonders von den Nationalsozialisten verbreitet wurde.
Wirkung heute: Noch heute berufen sich viele Antisemit*innen und Verschwörungsideolog*innen auf die Protokolle als wären sie echt. So z.B. die islamistische Hamas oder das Regime im Iran. Aber auch Rechtsextreme wie die Terroristen des sog. NSU berufen sich auf die verschwörungsideologischen Inhalte der Protokolle. All dies stellt auch heute noch eine große Gefahr für Juden und Jüdinnen weltweit dar.
Die sog. „Protokolle der Weisen von Zion“ sind eine antisemitische Fälschung.

Erstmals erschienen die Protokolle unter diesem Namen im späten 19. Jahrhundert in Russland, auch wenn sich Versatzstücke des Textes bis ins Preußen des mittleren 19. Jahrhunderts zurückverfolgen lassen. In Russland wurden sie vermutlich vom Geheimdienst erstellt, um politische Gegenspieler zu diskreditieren, die Reformen im Land anstrebten.

Von Russland aus gelangten die Protokolle zunächst nach Frankreich und verbreiteten sich von dort über weite Teile Europas. NS-Chefideologe Alfred Rosenberg gab 1923 eine deutsche Fassung heraus, der Gründer der ägyptischen Muslimbruderschaft Hassan al-Banna sorgte für eine Verbreitung in der arabischen Welt und der amerikanische Industrielle Henry Ford verbreitete eine englische Version über die ganze Welt.

In den Protokollen wird ein angebliches Geheimtreffen von Rabbinern beschrieben. Dabei würden sie über die Erlangung der Weltherrschaft sprechen, wie diese zu erreichen und später zu sichern sei. Dabei wird den Leser*innen der Eindruck vermittelt, als handle es sich um eine heimliche Mitschrift eines echten Treffens. Tatsächlich ist der gesamte Text reine Fiktion.

Thematisch umfassen die Protokolle die gesamte Bandbreite antisemitischer Verschwörungs-erzählungen ihrer Zeit. So sollen die Juden angeblich die Medien und die Finanzwirtschaft beherrschen. Aber auch für Demokratie, Kapitalismus und Kommunismus seien sie verantwortlich, ebenso wie für die meisten Kriege der Welt.

Die Protokolle waren die erste Populäre Zusammenfassung verschiedener antisemitischer Ressentiments verpackt in eine verschwörungsideologische Erzählung. Sie waren anschlussfähig an die antisemitischen Diskurse ihrer Zeit und so ist es kein Wunder, dass die Hetzschrift begeistert von rechten Kreisen aufgenommen und besonders von den Nationalsozialisten verbreitet wurde.

Noch heute berufen sich viele Antisemit*innen und Verschwörungsideolog*innen auf die Protokolle als wären sie echt. So z.B. die islamistische Hamas oder das Regime im Iran. Aber auch Rechtsextreme wie die Terroristen des sog. NSU berufen sich auf die verschwörungsideologischen Inhalte der Protokolle. All dies stellt auch heute noch eine große Gefahr für Juden und Jüdinnen weltweit dar.
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Die Protokolle waren die erste populäre Zusammenfassung verschiedener antisemitischer Ressentiments verpackt in eine verschwörungsideologische Erzählung.

Sie waren anschlussfähig an die antisemitischen Diskurse ihrer Zeit und so ist es kein Wunder, dass die Hetzschrift begeistert von rechten Kreisen aufgenommen und besonders von den National-sozialisten verbreitet wurde.

Noch heute berufen sich viele Antisemit*innen und Verschwörungsideolog*innen auf die Protokolle als wären sie echt. So z.B. die islamistische Hamas oder das Regime im Iran.

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